9 Monate alter Malinois Rüde mit einer Femurkopfresektion

Bei der Femurkopfresektion wird dem Hund bei einer Operation der obere Teil des Oberschenkelknochens entfernt. Hierdurch erreicht man, dass der Kontakt zwischen den Knochen entfernt wird und somit der Schmerz nicht mehr vorhanden ist. Die Funktion des Hüftgelenks übernehmen dann die Muskeln im Hüftbereich, die im Normalfall sehr gut ausgebildet sind. In diesem Zusammenhang wird ein spezielles Muskelaufbautraining empfohlen. Manche Tierärzte empfehlen hier einen Tierphysiotherapeuten, andere sagen, der Hund ist alleine in der Lage nach und nach ausreichend Muskeln aufzubauen.
Nach der Entfernung des Knochengewebes bildet sich ein grobes Bindehautgewebe (fibröses Gewebe) zwischen Oberschenkelstumpf und Beckenknochen, welches mit der Zeit eine Art Scheingelenk darstellt. Dies ist in seiner Bewegung jedoch eingeschränkt (also nicht mit einem echten Hüftgelenk zu vergleichen) und verleiht dem Hund einen steifen Gang.
Diese operative Möglichkeit wird meist bei kleineren, leichten Hunden angewandt, da sie bei größeren, schwereren Hunden die Stabilität der Hüfte noch mehr belasten würde.

Der junge Malinois Rüde kam zu mir und ich erstellte für sie ein individuelles Trainings- und Therapieprogramm. Den Verlauf der Entwicklung sehen Sie unten in den Videos.